Enduro-Europameisterschaft 2025: Skandinavische Fahrer dominieren Saisonauftakt in Portugal

Enduro Europameisterschaft 2025

Die Enduro-Europameisterschaft 2025 ist gestartet – und das im sonnenverwöhnten Santiago do Cacém an der portugiesischen Atlantikküste. Der erste Lauf war geprägt von beeindruckenden Leistungen der skandinavischen Fahrer und einer erstklassigen Organisation durch die Associação Motor Sport Vila Nova Santo André.


Anspruchsvolles Terrain und perfekte Organisation

Das Auftaktrennen hatte es in sich: Auf einer 50 km langen Schleife, die pro Tag dreimal gefahren wurde, kamen die Teilnehmer täglich auf knackige 150 Rennkilometer. Mit insgesamt neun Sonderprüfungen plus dem Supertest am Freitagabend war für reichlich Action gesorgt.

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Drei unterschiedliche Sonderprüfungen – ein 4,2 km langer Cross-Test, ein 5 km Enduro-Test und ein 1,2 km Extrem-Test – forderten die Fahrer bei frühlingshaft-warmen Temperaturen mit tiefem Sand, viel Staub und technisch anspruchsvollen Passagen.


Skandinavier geben das Tempo vor

Bereits am ersten Fahrtag zeigte sich, dass an den Nordeuropäern kaum ein Weg vorbeiführt:

  • Roni Kytonen (Finnland) sicherte sich auf seiner KR69 Husqvarna den Tagessieg,
  • gefolgt von Mikael Persson (Schweden, Triumph),
  • während Kimi Koskinen (Finnland, GasGas) als Dritter das Podium komplettierte und zugleich die Junior1-Kategorie gewann.

Weitere Klassensieger an Tag 1:

  • E1: Kytonen vor Persson, Oliveira (Portugal/Yamaha)
  • E2: Hermanni Haljala (Finnland/KTM)
  • E3: Gabriel Chetnicki (Polen/GasGas)
  • Frauen: Spannendes Duell zwischen Vilde Marie Holt (KTM) und Joana Goncalves (Husqvarna)
  • Senior 40: Łukasz Kurowski (Polen/KTM)
  • Senior 50: Juha Puotsaari (Finnland/Husqvarna)
  • Junior2: Roland Liszka (KTM)
  • Jugend: Valentin Mersin (Frankreich/Fantic)

Zweiter Fahrtag: Persson schlägt zurück

Tag 2 stand erneut im Zeichen des Duells Kytonen vs. Persson – mit dem besseren Ende für den Schweden, der sich mit wenigen Sekunden Vorsprung den Gesamtsieg schnappte. Koskinen blieb konstant stark und holte erneut Rang drei.

Weitere Sieger am Sonntag:

  • Haljala (E2) und Chetnicki (E3) bestätigen ihre Topform
  • Bei den Frauen ein Fotofinish: Holt gewinnt mit vier Zehntel Vorsprung gegen Goncalves
  • Die Seniorenklassen gingen erneut an Kurowski und Puotsaari
  • In der Jugendklasse setzte sich diesmal der Franzose Allemand Gabin (KTM) durch

Deutsche Fahrer mit soliden Leistungen

Auch die deutschen Starter konnten bei der EM-Premiere 2025 Akzente setzen:

🔹 Fritz Hunger (E1):

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  • 2x Platz 11
  • Aktuell Platz 12 in der Gesamtwertung

🔹 Leon Thoms (E3, KTM):

  • Tag 1: Platz 4 nach Zeitkontroll-Fehler
  • Tag 2: Starker 3. Platz trotz Sturz und verbogenem Lenker
  • Aktuell auf Platz 3 der E3-Wertung

🔹 Nico Rambow:

  • 2x Platz 2 – starkes und konstantes Podiumsergebnis
  • Zeigte besonders auf den tiefsandigen Tests Kampfgeist und Kontrolle

🔹 Celine Heistermann (Beta):

  • Platz 11 und 10 in der Damenwertung
  • Aktuell Rang 11 in der Tabelle

Stimmen der Fahrer

Leon Thoms via Instagram:

„Am Samstag war der Einstieg etwas holprig – viele Fehler und Schwierigkeiten im Tiefsand. Ein Zeitkontroll-Fehler hat mich zwei Minuten gekostet. Sonntag lief es besser, auch wenn ich nach einem Crash den Lenker verbog und einen Handschuh verlor 😅. Trotzdem Platz 3 – zufrieden, aber da geht noch mehr!“

Nico Rambow via Instagram:

„Der Sand war brutal tief – jeder Fehler kostete Zeit. Ich hab versucht, sauber und fokussiert zu fahren. Der Kampf um den Sieg war eng, aber am Ende hat’s knapp nicht gereicht. Trotzdem mega zufrieden mit zwei zweiten Plätzen. Danke an mein Team und alle Supporter!“


Die zweite Runde folgt bereits kommendes Wochenende – wieder in Portugal und erneut mit den Besten Europas. Auch die deutschen Fahrer wollen dann erneut angreifen und vielleicht noch ein Stück näher ans Podium rücken.


📊 Alle Ergebnisse im Detail:
👉 results.fim-europe.eu

Quellen: fim-europe.eu, Leon Thoms (IG), Nico Rambow (IG), Mikael Persson (IG), Rony Kytonen (IG)

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